Mitarbeiterstories

Frauke

Seit über drei Jahrzehnten ist Frauke Hoolt mit Herz­blut bei der Lebens­hilfe dabei. Ihr Weg begann zufällig – geblieben ist sie aus Überzeugung. Frauke verrät, wie sehr persönliche Entwicklung und Team­geist den Alltag prägen und warum sie sich keinen besseren Arbeits­platz vorstellen kann.

Mein Weg zur Lebenshilfe war alles andere als geplant. Nach meiner Ausbildung war ich zunächst arbeitssuchend, bis das Arbeitsamt mich auf die Lebenshilfe aufmerksam machte. Anfangs konnte ich mir die Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigung kaum vorstellen – ich dachte, das sei nichts für mich. Doch schon nach meinem ersten Tag im Wohnheim war ich begeistert von der Offenheit und Herzlichkeit der Bewohner:innen und Kolleg:innen. Über die Jahre habe ich viele Stationen durchlaufen: vom Wohnheim über die Tagesbildungsstätte bis zur heilpädagogischen Kita. 2014 wechselte ich in die Autismus Ambulanz – und wagte mit fast 50 Jahren noch eine Zusatzausbildung. Rückblickend war das die beste Entscheidung meines Lebens.

Kein Tag ist wie der andere. Ich unterstütze Menschen, begleite sie durch Höhen und Tiefen und lerne dabei ständig Neues – über Diagnostik, Strukturierung und vor allem über Kommunikation. Besonders stolz bin ich auf unser Team: Wir sind altersmäßig bunt gemischt, lernen voneinander und leben echte Kollegialität und Respekt. Hier darf man Fragen stellen, Fehler machen und bekommt immer Unterstützung. Das macht die Lebenshilfe für mich besonders.

Wer sich engagieren möchte, offen für Neues ist und Freude an der Arbeit mit Menschen hat, findet hier nicht nur einen Job, sondern eine echte Aufgabe. Ich bin an meinen Aufgaben und an den Menschen gewachsen – und ich weiß: Hier will ich bleiben, bis ich in Rente gehe. Denn: „Da, wo ich jetzt bin, da gehör ich hin.“